Gebärmutterhalskrebs - Risikofaktoren
Als wichtigster Risikofaktor gilt die Infektion mit bestimmten humanen Papillomaviren (HPV). Humane Papillomaviren umfassen rund zweihundert verschiedene Typen, von denen die meisten ungefährlich sind. Einige können jedoch verschiedene Krebserkrankungen, darunter Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs, Mund- und Rachenkrebs oder Peniskrebs auslösen. HPV sind sehr verbreitet und werden vorwiegend durch sexuellen Kontakt übertragen.
Zu weiteren möglichen Risikofaktoren zählen:
- sexuelle Aktivität in jungen Jahren
- viele Sexualpartner
- ein Partner, der als Hochrisikopartner gilt (jemand mit HPV-Infektion oder mit vielen Sexualpartnern)
- Rauchen
- geschwächtes Immunsystem.
Möglichkeiten zur Vorbeugung
Safer Sex
Auch wenn ein Kondom keinen vollständigen Schutz vor HPV-Infektionen garantiert, sollten Sie bei einem neuen Partner/einer neuen Partnerin Kondome verwenden. Denn die Viren können auch über die Schleimhaut, die nicht vom Kondom oder Femidom abgedeckt ist, übertragen werden - zum Beispiel vor dem Geschlechtsverkehr oder bei Oralsex.
Impfung
Es gibt Impfstoffe, die vor den Hochrisiko-HPV-Typen schützen können. Der Nutzen einer Impfung ist am grössten, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt. Daher ist die HPV-Impfung in der Schweiz für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 11 und 26 Jahren im Rahmen der kantonalen Impfprogramme empfohlen und kostenlos.
Ausführliche Informationen über HPV und wie Sie sich und Ihre Kinder davor schützen können, finden Sie hier.

Früherkennung
Der beste Weg zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ist die regelmässige gynäkologische Vorsorgeuntersuchung. Dabei stehen der Pap-Test und der HPV-Test zur Verfügung.
Pap-Test
Der Pap-Test ist die wichtigste Früherkennungsuntersuchung für Gebärmutterhalskrebs. Dafür entnimmt die Gynäkologin/der Gynäkologe einen Abstrich vom Gebärmutterhals. Die entnommenen Zellen werden im Labor auf Krebs und Krebsvorstufen untersucht.
HPV-Test
Beim HPV-Test entnimmt die Gynäkologin/der Gynäkologe einen Abstrich vom Muttermund und der Öffnung des Gebärmutterhalses. In den entnommenen Zellen wird im Labor nach der DNA von HP-Viren gesucht, die am ehesten Gebärmutterhalskrebs verursachen.